Allgemeine Geschäftsbedingungen zum Verleihvertrag
gemäss Art. 22 AVG bzw. Art. 50 AVV

  1. Die vorliegenden allgemeinen Geschäftsbedingungen sind Bestandteil des Verleihvertrages und kommen ergänzend zu diesem zur Anwendung, wobei bei sich widersprechenden Bestimmungen der Verleihvertrag vorgeht. Sie bleiben während des ganzen Einsatzes des Temporärmitarbeiters bei der Einsatzfirma gültig.
  2. Jeder Mitarbeiter steht mit der Poolside AG in einem arbeitsvertraglichen Verhältnis. Das von der Poolside AG zur Verfügung gestellte Personal ist nicht aufgrund eines Werkvertrages oder Auftrages bei der Einsatzfirma tätig.
  3. Untersteht die Einsatzfirma einem allgemeinverbindlichen Gesamtarbeitsvertrag hat sie dies der Poolside AG vor Abschluss des Verleihvertrages mitzuteilen. Allfällige aus einer Unterlassung dieser Pflicht resultierende Nachteile sind von der Einsatzfirma zu tragen. Die Poolside AG verpflichtet sich, die Bestimmungen eines allfälligen allgemeinverbindlichen Gesamtarbeitsvertrages zu beachten.
  4. Für den Einsatz kontrollpflichtiger Ausländer holt die Poolside AG die erforderlichen Bewilligungen ein. Die Einsatzfirma bestätigt die in diesem Zusammenhang zu beachtenden gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten.
  5. Der eingesetzte Mitarbeiter ist durch die Einsatzfirma zu instruieren. Dafür überträgt die Poolside AG der Einsatzfirma das alleinige Weisungs- und Kontrollrecht. Sollte der Mitarbeiter seine Arbeit nicht zufriedenstellend ausführen, ist dies der Poolside AG unverzüglich zu melden.
  6. Jeder Mitarbeiter hat sich vertraglich verpflichtet, die während eines Einsatzes gewonnen Informationen und Firmeninterna streng vertraulich zu behandeln. Bestehen besondere Pflichten, wie beispielsweise die Pflicht zur Wahrung des Amts- oder Berufsgeheimnisses, so hat die Einsatzfirma dies der Poolside AG vor Abschluss des Verleihvertrages schriftlich mitzuteilen. Ausserdem ist der eingesetzte Mitarbeiter durch die Einsatzfirma entsprechend zu instruieren.
  7. Der eingesetzte Mitarbeiter ist gemäss Gesetz gegen Betriebs- und Nichtbetriebsunfall versichert, wobei die Einsatzfirma verpflichtet ist, die Weisungen und gesetzlichen Bestimmungen über die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz einzuhalten.
  8. Die Einsatzfirma hat den Arbeitsrapport des eingesetzten Mitarbeiters jeweils per Ende Monat zu kontrollieren und zu unterzeichnen. Sollte der Mitarbeiter im Rahmen der für die Einsatzfirma gültigen Arbeitszeit Überzeit oder Schichtarbeit geleistet haben, ist dies von der Einsatzfirma auf dem Arbeitsrapport entsprechend einzutragen. Für die Einholung allfälliger Überzeit- oder Schichtarbeitsbewilligungen ist die Einsatzfirma verantwortlich.
  9. Aufgrund der von der Einsatzfirma unterzeichneten Arbeitsrapporte stellt die Poolside AG gemäss vereinbartem Tarif Rechnung. Im vereinbarten Stunden-/Tagestarif sind alle Sozialleistungen, Zulagen, Spesen und Nebenleistungen sowie allfällige Weiterbildungs- und Vollzugskosten und allfällige Kosten für den flexiblen Altersrücktritt enthalten. Nicht inbegriffen ist die Mehrwertsteuer, welche zum jeweils gültigen Satz auf das vereinbarte Entgelt aufgeschlagen wird. Die Einsatzfirma verpflichtet sich, die Rechnungen der Poolside AG innert 10 Tagen ab Rechnungsstellung zu begleichen. Die Mitarbeiter dürfen von der Einsatzfirma keine Zahlungen entgegennehmen.
  10. Wird der Verleihvertrag auf eine zeitlich unbefristete Dauer abgeschlossen, so kann er während der ersten sechs Monate mit einer Kündigungsfrist von sieben Tagen jeweils auf das Ende einer Woche schriftlich gekündigt werden. Ab dem siebten Monat beträgt die Kündigungsfrist einen Monat, wobei der Verleihvertrag jeweils auf Ende eines Monates kündbar ist. Ein befristeter Verleihvertrag endet am letzten Tag der Einsatzdauer; eine vorzeitige Beendigung ist nur aus wichtigen Gründen möglich.
  11. Die Poolside AG haftet weder für das Ergebnis der von ihrem verliehenen Mitarbeiter erbrachten Leistung noch für Schäden, die der Mitarbeiter in der Einsatzfirma oder sonst wie im Zusammenhang mit seiner Arbeitstätigkeit verursacht, weder bei Geld, Wertpapieren, delikater oder wertvoller Waren, Installationen, Material oder Maschinen etc. Gegenüber Dritten haftet die Einsatzfirma für den Mitarbeiter gemäss OR 55 sowie OR 101. Bei Fahrzeuglenkern obliegt es der Einsatzfirma, die verschiedenen Risiken durch Versicherungen abzudecken.
  12. Schliesst die Einsatzfirma mit dem eingesetzten Mitarbeiter nach Beendigung eines Einsatzes direkt oder indirekt einen Arbeitsvertrag ab, so kann die Poolside AG eine Entschädigung verlangen, falls der Einsatz weniger als drei Monate gedauert hat und der Mitarbeiter weniger als drei Monate nach Ende seines Einsatzes in die Einsatzfirma übertritt. Die Höhe der Entschädigung hängt von der Dauer des laufenden Einsatzes ab und richtet sich nach den Bestimmungen des Arbeitsvermittlungsgesetzes (AVG).

Auf den Verleihvertrag kommt Schweizer Recht zur Anwendung; Gerichtsstand ist Zürich.

Zürich, den 24. Januar 2012